Warnung vor Kita-Spiel „Original Play“ „Einladung zu Übergriffen an Kindern“

Für alle Eltern und Großeltern, die die Sendung „Kontraste“ in der letzten Woche nicht gesehen haben, möchte ich an dieser Stelle einen, der in der Folge erschienen Presseartikel zur Information hier online stellen. der Beitrag aus der Sendung ist auf der Internetseite des Magazins noch abrufbar und durch sehenswert.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/warnung-vor-kita-spiel-original-play-einladung-zu-uebergriffen-an-kindern/25152732.html

„Warnung vor Kita-Spiel „Original Play“ „Einladung zu Übergriffen an Kindern“

Seit Jahren wird das therapeutische Spiel „Original Play“ in Kindereinrichtungen angeboten. Obwohl wegen Missbrauchsverdachts ermittelt wurde.

Die Berliner Bildungsverwaltung warnt vor ungewollten Grenzüberschreitungen bei jüngeren Kindern.

Die Berliner Bildungsverwaltung warnt vor ungewollten Grenzüberschreitungen bei jüngeren Kindern.Foto: Christian Charisius/dpa

In evangelischen Kitas in Berlin und Hamburg ist im Vorjahr im Zusammenhang mit einer pädagogischen Methode wegen Missbrauchsverdachts ermittelt worden. Bei dem Spiel handelt sich um „Original Play“, entwickelt vom US-Amerikaner Fred Donaldson.

Jetzt warnt die Berliner Bildungsverwaltung: „Original Play“ werde insbesondere bei „jüngeren Kindern als kritisch gesehen“, da es „zu Grenzüberschreitungen kommen könnte“.

Am Donnerstagabend berichteten Eltern in der rbb-Abendschau, ihre Kinder hätten ihnen von sexueller Gewalt erzählt. Eine Mutter berichtete, „ein Mann“ habe ihrer Tochter während des Spiels in der Kita den „Penis in den Po“ gesteckt. Im ARD-Politikmagazin „Kontraste“ und der ORF-Sendung ZIB 2 warnen Experten aus Deutschland und Österreich nun vor dem laschen Umgang der Behörden mit dem Spiel.

Bei „Original Play“ rangeln zumeist Erwachsene mit Kindern in engem Körperkontakt. Sie rollen sich auf Matten, liegen ineinander verdreht, nehmen sich fest in die Arme. Das Spiel soll laut des Vereins an das frühkindliche Rangeln und den Spieltrieb freilebender Tiere erinnern und Beziehungen „zwischen Individuen und Gruppen“ verbessern.

In Beschreibungen für Workshops in Deutschland, die dem Tagesspiegel vorliegen, heißt es etwa: Das Training ermutige Erwachsene, sich in „Arglosigkeit, bedingungsloser Liebe und aufrichtiger Klarheit den Kindern zuzuwenden.“

Wie die beiden Sender berichten, wird „Original Play“ seit Jahren in Kindereinrichtungen als pädagogisches Konzept angeboten, ohne dass Behörden oder Träger das „sektenähnlich organisierte Geschäftsmodell“ unter dem Aspekt des Kinderschutzes geprüft hätten.

Trauma-Expertin: Spiel lädt zu Übergriffen ein

Berlins CDU-Fraktionschef Burkard Dregger fordert nun vom Senat, „Original Play“ an den Kitas zu untersagen. Zumindest der Freistaat Bayern erklärte: „Original Play hat in unseren Kindereinrichtungen nichts zu suchen.“ Eine Trauma-Expertin sagte den Sendern, das Spiel sei „eine Einladung zur Übergriffigkeit an Kindern“. Der Österreichische Kinderschutzbund warnte vor einem Missbrauchsrisiko.

Über einen in Österreich angemeldeten Verein können sogenannte „Lehrlinge“ sich zertifizieren lassen, Erfinder Donaldson gibt auch Seminare in Berlin. Wer „Original Play“ anbieten wolle, könne sich laut ARD für eine Gebühr von 250 Euro für einen Workshop bei dem Verein melden.

Der Direktor der medizinischen Universität Salzburg, Karl-Heinz Brisch, fordert ein Verbot des Vereins, dieser suche „in einer hochkritischen, undifferenzierten Weise Körperkontakt“ in geschützten Situation zu Kindern. Fred Donaldson bestritt gegenüber den Sendern dass seine Methode Kindesmissbrauch möglich mache.

8 Kommentare zu „Warnung vor Kita-Spiel „Original Play“ „Einladung zu Übergriffen an Kindern“

  1. Da fragt man sich nur, welche Institutionen dem schmierigen Nr. Donaldson auch noch Geld in dessen A..(Allerwertesten) gesteckt haben. Die Eltern sollten diese Kita Leitungs Manager verklagen. Die gehören doch in die Psychiatrie..

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    1. Wahrscheinlich würde das nicht viel bringen, aber Eltern müssen sich mehr dafür interessieren, was passiert, wenn sie ihre Kinder aus den Augen lassen. Und sich nicht gegeneinander aufwiegeln lassen. Auf keinen Fall kann man sein Kind in so einer Einrichtung lassen. Und wer weiß, ob sich das tatsächlich auf evangelische Träger beschränkt, und was in anderen Kindergärten alles gemacht wird. Die Eltern müssen gemeinsam mehr wissen wollen.

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      1. Absolut richtig. Konfessionsabhaengig wird das nicht sein. Schlimm aber auf jeden Fall. Und die Eltern sind leider manchmal zum Hinterfragen zu unbedarft

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  2. Sorry, gerade fällt mir noch ein, dass beim letzten evangelischen Kirchentag auch „Vulva malen“ zu einem der wichtigsten Beiträge zur christlichen Begegnung gehörte. Herr, da oben – Dein Personal weiß wirklich nicht, was es tut!

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    1. Davon hatte ich auch gehört.

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      1. Stimmt wirklich und entsprechende Kritiken wurden überheblich abgeschmettert.

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      2. Ja, ich hatte das auch nicht bezweifelt. Und finde, dass das nicht in die Öffentlichkeit gehört und erheblich zu weit geht. Aber dann ist man ja intolerant, verklemmt hinterweltlerisch und wer weiß noch was.

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